DigiRoll

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Digitaler Rollator als Motor sozialer Inklusion!

 Wer will Teil des großen Ganzen werden und den DigiRoll testen?

Sie nutzen regelmäßig einen Rollator?

Dann helfen Sie dabei, die Sozialwissenschaftliche sowie die Ingenieurwissenschaftliche Fakultät der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) bei der Entwicklung und Verbesserung eines digitalen Rollators zu unterstützen!

Hintergrund: Mit steigendem Alter treten alterstypische Veränderungen auf, die häufig mit einer nachlassenden Mobilität einhergehen. Jede fünfte Person über 80 Jahre nutzt bereits einen Rollator, um Sicherheit und Unterstützung bei der Fortbewegung zu erhalten. Dennoch ist die Nutzung mit Sturzrisiken verbunden, die u.a. Hindernisse wie Kanten, Bordsteine, Möbel oder Türrahmen betreffen.

 Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der htw saar (Prof. Dr. Martin Buchholz) wurde eine elektronische Box entwickelt, die einfach an einem Rollator befestigt werden kann und verschiedene technische Assistenzsysteme enthält.

Die Elektronikbox enthält beispielsweise eine automatische Hilferuffunktion. Kommt es zu einem Sturz mit dem Rollator, wird dieser über eingebaute Sensoren erkannt und automatisch ein Hilferuf an festgelegte Personen (Notfallkontakte) ausgelöst. Dieser Hilferuf kann zusätzlich manuell über einen Hilferufknopf an der Elektronikbox sowie optional über einen tragbaren Hilferufknopf mit entsprechendem Hilferufsystem ausgelöst werden. Die festgelegten Notfallkontakte erhalten sowohl den Hilferuf als auch den Standort der betroffenen Person als SMS oder E-Mail.

Zudem kann eine Standortabfrage durchgeführt werden, wenn der/die Rollatornutzer*in nicht erreichbar oder auffindbar ist.

Das bei Dämmerung angehende Licht sorgt für eine ausreichende Beleuchtung des Weges sowie für Sichtbarkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden.

Darüber hinaus enthält die Elektronikbox eine Hinderniswarnung, welche Hindernisse oder Kanten erkennt und durch ein kurzes Alarmsignal (akustisch und optisch) darauf aufmerksam macht.

Die Box ist leicht, stromsparend, einfach in der Handhabung und bedarf keiner Wartung.

 Ziel: Im Rahmen des Projektvorhabens soll der digitale Rollator unter Alltagsbedingungen hinsichtlich sozialer und gesundheitlicher Aspekte aus Perspektive der Nutzer*innen evaluiert werden.


Methodik: Dabei wird eine Gruppe von Nutzer*innen des digitalen Rollators (Interventionsgruppe) mit Nutzer*innen herkömmlicher Rollatoren (Kontrollgruppe) verglichen in Bezug auf die Häufigkeit von Sturzereignissen, Sturzangst, Lebensraummobilität, Lebensqualität und soziale Teilhabe. Die Teilnehmer*innen beider Gruppen werden dafür zu drei verschiedenen Zeitpunkten mit standardisierten Fragebögen befragt. Darüber hinaus werden alle sechs Wochen eventuelle Sturzereignisse erfasst. Vereinzelte Teilnehmende werden zudem im Rahmen von Interviews nach ihren subjektiven Eindrücken gefragt. Die Teilnehmenden sollten regelmäßig einen Rollator nutzen, auskunftsfähig sein und selbst oder vertreten durch den gesetzlichen Betreuer/die gesetzliche Betreuerin oder Bevollmächtigte(n) in die

Studie einwilligen. Die Zuteilung in eine der Gruppen entscheidet das Los und kann nicht im Voraus erfolgen. Die Evaluation beginnt Anfang 2021 über einen

Zeitraum von 6 Monaten.

 Erwarteter Nutzen: Es wird erwartet, dass die automatische Hilferuffunktion bei einem Sturz des Rollators ebenso wie die manuelle Hilferuffunktion zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl beitragen, um soziale Teilhabe und Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

 

Die freiwillig Teilnehmenden werden per Los in zwei Gruppen eingeteilt, wobei eine Gruppe den digitalen Rollator nutzen wird (Interventionsgruppe) und die andere Gruppe (Kontrollgruppe) weiterhin den herkömmlichen Rollator nutzen soll. Die Teilnehmenden der Interventionsgruppe erhalten die Box kostenlos, die an einen bereits vorhandenen Rollator montiert wird. Für die Nutzer*innen entstehen keine Kosten und Nachteile. Die Angaben der Teilnehmer*innen werden nur zu Studienzwecken verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und lediglich in zusammengefasster Form veröffentlicht. 

 

Für Fragen und Informationen stehen Ihnen

· Dr. Dagmar Renaud (Projektleitung), htw saar, Goebenstr. 40, 66117 Saarbrücken
  E-Mail: dagmar.renaud@htwsaar.de 

· Ina Dupret (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), 0681 5867 902,
E-Mail: ina.dupret@htwsaar.de

· Ricarda Schneider-Schröder, Nationalparkverbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen
  06785 79 1116, E-Mail: r.schneider-schroeder@vg-hr.de

selbstverständlich gern zur Verfügung. 

 

Weitere Informationen sowie ein Erklärvideo finden Sie unter: www.digi-roll.de


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