Im Rahmen der Abschlussveranstaltung besuchten am 23. Oktober Vertreter der Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA), des externen Projektmonitorings (ELMEN EEIG), des IfaS, und Vertreter der Partnerregionen aus ganz Deutschland und Luxemburg umgesetzte Maßnahmen in der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen.
Bürgermeister Markus Schulz begrüßte zusammen mit Klimawandelmanagerin Anna Dorn die Teilnehmer im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes in Rhaunen, wo auch der Startschuss des Projekts mit dem Namen „LIFE IP ZENAPA“ stattfand. Die Abkürzung steht für „Zero Emission Nature Protection Areas“ und verdeutlicht, dass sich die Verbandsgemeinde bereits 2016 einer Emissionsneutralität verschrieben hat. Eine breite Palette an Maßnahmen konnte mit Hilfe des IfaS realisiert werden. Dies reicht von der Konzepterstellung, über diverse Informationsveranstaltungen bis hin zu Energieeffizienz Maßnahmen und erneuerbaren Energien für Strom und Heizen. Neben dem umfangreich energetisch sanierten Verwaltungsgebäude in Rhaunen, besuchten die Teilnehmer das Schulgelände der Grundschule Idarwald und der Integrierten Gesamtschule Herrstein-Rhaunen, sowie das Sportleistungszentrum in Niederwörresbach. Jochen Brack und Mirco Lahm vom Fachbereich Bauen der Verbandsgemeindeverwaltung stellten die verbaute Technik vor, die bei beiden Standorten der gleichen Systematik folgt: Wärmepumpen in Kombination mit PV- Strom sorgt für die Grundheizlast der Liegenschaften, während Holz-Pelletkessel die Spitzenlast bedienen. Damit kann der Pellet Verbrauch auf ein Mindestmaß reduziert werden. Die Schulleiter der Grundschule und IGS Herrstein-Rhaunen führten über das Schulgelände, wobei auch Planungen im Rahmen der Klimaanpassung vorgestellt wurde.
Getreu dem Motto „vor dem Projekt, ist nach dem Projekt“ hat der Verbandsgemeinderat einstimmig für ein Nachfolgeprojekt in Zusammenarbeit mit dem IfaS gestimmt, welches ebenfalls im Rahmen der EU-LIFE Projekte abgewickelt werden soll. Das IfaS hat den Antrag entsprechend mit der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen als Projektpartner bereits in Brüssel eingereicht. Der Antrag befindet sich also in Prüfung, wobei eine Übergabe des Bescheids im Laufe des Jahres 2027 vorgesehen ist. Inhalt des neuen Antrags ist die technische Ertüchtigung von Liegenschaften der Verbandsgemeinde im Sinne der Klimaanpassung zur Erhöhung der Resilienz. Sollte der EU- Beschluss positiv für das Projekt ausfallen, stellt das einen wesentlichen Mehrwert für die Region dar.





