Das Kompetenzzentrum für Pflege und Wohnen in Herrstein nimmt weiter konkrete Formen an. In seiner Sitzung am 1. September 2026 hat der Verbandsgemeinderat die Weichen für einen wichtigen nächsten Schritt gestellt: Die „Unsere Sozialstation Herrstein-Rhaunen“ gGmbH, die Gemeindeschwestern Plus sowie der Pflegestützpunkt werden im Frühjahr 2027 in das neue Kompetenzzentrum einziehen. Darüber hinaus wird die „Unsere Sozialstation“ die dort entstehende Tagespflege mit 18 Plätzen übernehmen und betreiben.
Mit dem Kompetenzzentrum entsteht derzeit ein fünfgeschossiger Gebäudekomplex, der verschiedene Angebote rund um die Themen Pflege, Gesundheit, Beratung und Wohnen an einem Ort zusammenführt. Ziel ist es, Wege zu verkürzen, Angebote besser miteinander zu verknüpfen und damit insbesondere älteren Menschen und ihren Angehörigen eine zentrale Anlaufstelle zu bieten.
Im Erdgeschoss werden künftig die Verwaltung der „Unsere Sozialstation Herrstein-Rhaunen“, die Gemeindeschwestern Plus und der Pflegestützpunkt untergebracht sein. Ergänzt wird das Angebot durch eine Physiotherapiepraxis, eine Ergotherapiepraxis und eine medizinische Fußpflege. Im Untergeschoss entsteht die Tagespflege mit 18 Plätzen, die durch die „Unsere Sozialstation Herrstein-Rhaunen“ betrieben wird.
Damit werden unterschiedliche Akteure und Angebote, die im Alltag älterer und pflegebedürftiger Menschen eine wichtige Rolle spielen, räumlich eng miteinander verbunden. Die kurzen Wege und der direkte Austausch zwischen Pflege, Beratung, Therapie und weiteren Dienstleistungen sollen eine bessere Zusammenarbeit ermöglichen und gleichzeitig den Zugang zu den Angeboten erleichtern.
Auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Kompetenzzentrums selbst ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten. So kann beispielsweise die Teilnahme am Mittagstisch der Tagespflege ermöglicht werden. Je nach individuellem Bedarf kann zudem das Angebot des Betreuten Wohnens in Anspruch genommen werden. Die Wohnungen bieten damit nicht nur barrierearmen bzw. barrierefreien Wohnraum, sondern können mit entsprechenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten verbunden werden.
In den drei oberen Geschossen entstehen insgesamt 16 kleinere Mietwohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 45 und 85 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierefrei, zwei Wohnungen sind speziell für Rollstuhlnutzer geeignet. Ein Teil der Wohnungen wird als geförderter Wohnraum angeboten. Für diese Wohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich, der bei der Verbandsgemeindeverwaltung beantragt werden kann.
Das Kompetenzzentrum wird von der GvvO GmbH umgesetzt. Geschäftsführer der GvvO GmbH sind Ortwin Rech und Andreas Weyand. Gesellschafter der GvvO GmbH sind neben den beiden privaten Gesellschaftern Ulrich Florin und Ralph Effgen auch die Ortsgemeinde Herrstein und die Nationalparkverbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen. Damit wird das Projekt gemeinsam von privaten und kommunalen Partnern getragen.
„Natürlich ist uns bewusst, dass ein solches Vorhaben nicht ohne Risiken ist. Gerade deshalb haben wir die Entscheidung im Verbandsgemeinderat nicht leichtfertig getroffen. Aber Daseinsvorsorge bedeutet für mich auch, nicht nur auf das zu schauen, was heute vorhanden ist, sondern darauf, was die Menschen morgen brauchen werden. Mit dem Kompetenzzentrum wagen wir deshalb bewusst den Schritt nach vorne. Wir schaffen dringend benötigten barrierefreien Wohnraum, ein neues Tagespflegeangebot und bringen Beratung, Pflege, Therapie und Unterstützung zusammen. Damit wollen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, auch im Alter möglichst lange gut und selbstbestimmt hier bei uns leben zu können“ so Bürgermeister Markus Schulz.
In den kommenden Monaten wird der Gebäudekomplex weiter fertiggestellt und für den Einzug und die Betriebsaufnahme vorbereitet. Der Einzug der ersten Nutzer und die Aufnahme des Betriebs der Tagespflege sind für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Interesse an einer Wohnung?
Für die Wohnungen im Kompetenzzentrum liegen bereits zahlreiche Anfragen vor. Interessierte können ihr Interesse weiterhin per E-Mail bekunden und sich über die weiteren Schritte informieren:





