Rhaunen


        Ortsbürgermeister

         Manfred Klingel
        
         55624 Rhaunen
        

        


1. Beigeordneter                                                          
Rainer Fuck
Eichenstraße 5
55624 Rhaunen
06544 - 8846
0176 - 20339262

rainerfrhaunen@aol.com


Beigeordneter                                                          
Manfred Haubert
55624 Rhaunen


Beigeordnete                                                         
Heidi Jaenicke
55624 Rhaunen


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Als Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde war Rhaunen der administrative Mittelpunkt für die umliegenden Ortschaften. Es liegt unter dem Osthang des Idarkopfes (746 m) fast genau in der geographischen Mitte zwischen den Tälern von Nahe und Mosel. Im reizvollen Landschaftsrahmen des forstreichen Mittelgebirges fließen hier sieben kleine Bachläufe in einer nach allen vier Himmelsrichtungen durch waldige Hänge gegen Wetterunbilden beschirmten Mulde zusammen.

Seit dem späten Mittelalter war hier außer der Land- und Forstwirtschaft sowie etlichen Handwerksbetrieben hauptsächlich der Bergbau auf Dachschiefer von dominierender Bedeutung. Noch bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden hier 21 Schiefergruben betrieben. Im Übrigen kam dem Ort dank seiner Gerichts- und Marktrechte seit jeher ein besonderer Zentrumsvorteil zu. Unter Rhaunens Kulturdenkmälern ist der Königstein (ein prähistorischer Menhir) zweifellos das älteste und zugleich rätselhafteste. Auf römischen Grundmauern wurde im 13. Jahrhundert die heutige evangelische Pfarrkirche erbaut und seinerzeit dem heiligen Martin geweiht. Ein neben ihrem Eingang vermauertes Relief mit der Darstellung seltsamer Maskenköpfe stammt wohl von einem vor- oder frühromanischen Sakralbau. Im selben Gotteshaus ist die älteste noch erhaltene Stumm-Orgel aus dem Jahr 1723 zu bewundern. Römerzeitliche Relikte wurden des Weiteren an der Schulstraße ausgegraben: Fundamentmauern eines Landhauses, zu dem auch eine aufwendige Badeanlage gehört hatte.

Besonders markant wirkt in der Rhaunener Ortsmitte das Rathaus aus dem Jahr 1723: Vier mächtige Holzsäulen tragen sein verschiefertes Obergeschoß; die offene Vorhalle diente früher als Gerichtslaube. Desgleichen spiegelt und repräsentiert auch das monumentale Gebäude des 1899-1901 erbauten Königlich-Preußischen Amtsgerichts noch einen bedeutsamen architektonischen Nachhall der mittelalterlichen und bis in die Neuzeit fortwirkenden Orts- und Rechtsgeschichte.                                                   

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